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Niemand weiss, wie barrierefrei die Schweiz wirklich ist

Sophie Favre*, 52, ist sehbehindert und muss dringend zum Orthopäden. Den empfohlenen Arzt kann sie nur online buchen. Sie öffnet die Webseite, doch der Screenreader liest nur «Button» – wofür stehter? Frustriert ruft sie die Praxis an und hört: «Buchen Sie bitte  online.» Wiedermal ist sie auf Hilfe angewiesen. 

in unregelmässigen Abständen. Was bisher fehlte, ist eine systematische, vergleichbare und dauerhafte Erhebung: Niemand weiss, welche Kantone führen und welche zurückliegen, oder ob sich die Lage von Jahr zu Jahr bessert.  

Sophies Geschichte ist kein Einzelfall – sie spielt sich täglich ab, auf Kantonsportalen, bei der SBB, in Online-Shops. Zwar erhebt die Stiftung «Zugang für alle» seit 2004 immer wieder den Stand der Barrierefreiheit, doch stets als punktuelle Stichprobe in unregelmässigen Abständen. Was bisher fehlte, ist eine systematische, vergleichbare und dauerhafte Erhebung: Niemand weiss, welche Kantoneführen und welche zurückliegen, oder ob sich die Lage von Jahr zu Jahr bessert. 

Genau das ändert DIMoS. 

Was macht diese Erhebung besonders?

DIMoS – das Digital Inclusion Monitoring Switzerand – prüft mit der Pilotstudie 2026 erstmals 136 zentrale Webseiten systematisch: alle 26 Kantonsportale, die grössten Städte, bundesnahe Betriebe wiePost, SBB und Swisscom, Hochschulen, Medien und Online-Shops. 

Neu ist nicht, dass gemessen wird – neu ist, wie. Erstmals werden dieselben Webseiten wie 2016 geprüft, sodass Fortschritt überhaupt messbar wird. Erstmals fliessen die Ergebnisse in ein dauerhaftesMonitoring statt in eine einmalige Momentaufnahme. 

Geprüft wird nach internationalem Standard (WCAG 2.2 Level AA) und dem Schweizer eCH-0059, durch zertifizierte Fachpersonen der Stiftung «Zugang für alle», wissenschaftlich begleitet von der Berner Fachhochschule. Das Verfahren ist dreistufig: automatisierte Tests,manuelle Expertenprüfung und Nutzertests mit Menschen mit Behinderungen. Die Ergebnisse werden öffentlich – transparent, vergleichbar, dauerhaft. 

DIMoS ist unser gemeinsames Vorhaben: getragen von der ADIS, einem Netzwerk von über 70 Organisationen, dem auch Sie angehören. 

Was Ihre Unterstützung bewirkt 

DIMoS schafft, was bisher fehlte: ein verlässliches Bild davon, wie barrierefrei die Schweiz wirklich ist. Verwaltungen und bundesnahe Betriebe erhalten eine fundierte Standortbestimmung – gerade jetzt, da die BehiG-Revision auch private Anbieter zur 

digitalen Barrierefreiheit verpflichten wird. Unternehmen, die gut abschneiden, können das öffentlich sichtbar machen. Und für Stiftungen wie für private Förderinnen und Förderer zeigt DIMoS, was ihr Beitrag bewirkt: erstmals belastbare Zahlen, konkrete Verbesserungszusagen von Organisationen und eine Grundlage für wirksame politische Entscheidungen. Sophie steht stellvertretend für einen Teil der 1,8 Millionen Menschen in der Schweiz, die mit einer Behinderung leben. 

Mit unserer Unterstützung kann Sophies Fall so aussehen

Sophie öffnet die Webseite, der Screenreader liest: «Termin buchen, Schaltfläche.» Sie klickt, der Kalender öffnet sich, sie wählt «Dienstag, 14 Uhr». Kurz darauf hört sie: «Ihr Termin beim Orthopäden istbestätigt.» Sophie lächelt und denkt: So einfach kann mein Leben sein. 

Mit Ihrer Unterstützung sorgen Sie dafür, dass Sophies gutes Ende zur Regel wird – und nicht die Ausnahme bleibt. 

Allianz Digitale Inklusion Schweiz 

CH17 0900 0000 1653 5040 5 

Philippe Keller